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Argon-CSPV

Methode:

Die Autoklaven vom Tuttle-Typ (Cold Seal Pressure Vessel) werden von außen mit einem Ofen beheizt und mit Argon als Druckmedium betrieben. Maximale Temperaturen liegen bei 850°C bei Drücken bis 500 MPa. Die Sauerstofffugazität innerhalb von mit Wasser gefüllten Versuchskapseln liegt ca. 2 Größenordnung oberhalb des Ni/NiO Puffers. In zwei vertikal ausgerichtete Autoklaven können die Proben mittels eines Magneten sehr schnell aufgeheizt und abgekühlt werden. Durch Dreizonenöfen können gezielt Temperaturgradienten im Autoklav eingestellt werden.  

Anwendung:

Die Ar-CSPVs werden zur Durchführung von Hoch-Druck-Temperatur Experimenten unter oxidierten Bedingungen benutzt, um z.B. hydrothermale und magmatische Prozesse in der Erdkruste und im oberen Erdmantel zu untersuchen. Weiterhin können die Autoklaven für die hydrothermale Synthese von Mineralen und Gläsern genutzt werden.

Literatur:

Tuttle, O. F. (1949):  Two Pressure Vessels for Silicate-Water Studies. Geological Society of American Bulletin 60, pp. 1727-1729

Ulmer, G. C., Barnes, H. L. (1987): Hydrothermal experimental techniques. New York: John Wiley & Sons