• Zielgruppen
  • Suche
 

H2O-CSPV

Methode:

Die Autoklaven vom Tuttle-Typ (Cold Seal Pressure Vessel) sind dickwandige Hochtemperaturstahlzylinder mit einseitiger Öffnung, die am geschlossenen Ende extern mit einem Ofen beheizt werden. Das Verhältnis von Wandstärke zu Bohrung ist ca. 5:1 und der Verschluss liegt außerhalb der beheizten Zone. Der Autoklave wird mit Wasser (H2O) als Druckmedium betrieben und die maximalen Temperaturen liegen bei 900°C bei Drücken bis 100 MPa und 800°C bis zum Maximaldruck von 500 MPa. Die Sauerstofffugazität innerhalb wassergesättigter Versuchskapseln ist unter Versuchsbedingungen im Bereich des Ni/NiO Puffers eingestellt. Die Abkühlung der Autoklaven erfolgt durch Pressluft.

Anwendung:

Die H2O-CSPVs werden zur Durchführung von Hoch-Druck-Temperatur Experimenten unter oxidierenden Bedingungen benutzt, um z.B. hydrothermale und magmatische Prozesse in der Erdkruste und im oberen Erdmantel zu untersuchen. Weiterhin können die Autoklaven für die hydrothermale Synthese von Mineralen und Gläsern genutzt werden.

Literatur:

Tuttle, O. F. (1949):  Two Pressure Vessels for Silicate-Water Studies. Geological Society of American Bulletin 60, pp. 1727-1729

Ulmer, G. C., Barnes, H. L. (1987): Hydrothermal experimental techniques. New York: John Wiley & Sons