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Porenkennzeichnung durch „Woodsches Metall“

Methode:

 

Durch Einpressen von Legierungen „Woodschem Metall“ (50 Bi, 25 Pb, 12.5 Sn und 12.5 Cd in Gew%; Schmelzpunkt 78°C) oder alternativ „Roses Metall“ (50 Bi, 25 Pb, 25 Sn in Gew%; Schmelzpunkt 94°C) können Poren und Hohlräume in porösen Festkörper sichtbar gemacht werden. Probengröße bis 5 mm; Druckmedium Argon bis 55 MPa; Temperaturen bis 120°C. Nach Verfestigung der Legierung werden polierte Anschliffe hergestellt und elektronenmikroskopisch untersucht. So können konnektive Poren bis zu einem Durchmesser von 20 nm erfasst werden.

 

Rückstreuelektronenbild von alterierten Hornblende-Phenokrysten einer Probe vom Unzen Vulkan. Konnektive Poren erscheinen weiß. Im Saum um die Phenokrysten ist das Vorhandensein von Schichtsilicaten (Chlorit) zu erkennen.

Anwendung:

Die Methode stellt eine wichtige Ergänzung zu anderen Verfahren wie Hg-Porosimetrie und Tomographie dar. Es können Wegsamkeiten für   Fluide in Gesteinen oder anderen keramischen Materialien charakterisiert werden.  

Literatur:

Dultz, S., Behrens, H., Simonyan, A., Kahr, G., Rath, T.  (2006): Determination of porosity and pore connectivity in feldspars from soils of granite and saprolite, Soil Science 171 (9) , pp. 675-694